Körpererfahrung
Samu – Arbeit als Praxis
Samu bedeutet gemeinsames Arbeiten. Und zugleich ist es mehr als das.
Körpererfahrung
Samu bedeutet gemeinsames Arbeiten. Und zugleich ist es mehr als das.
Samu bedeutet gemeinsames Arbeiten. Und zugleich ist es mehr als das.
In der Altbäckersmühle ist Samu ein fester Bestandteil der Praxis. Es umfasst die einfachen Tätigkeiten des Alltags: Kochen, Putzen, Gartenarbeit, Holz machen, Instandhalten des Hauses. Dinge, die getan werden müssen.
Gerade darin liegt seine Bedeutung.
Denn Samu fragt nicht nach Vorlieben oder Begabungen. Es geht nicht darum, etwas besonders gut oder schnell zu erledigen. Es geht darum, ganz bei dem zu sein, was gerade getan wird — ohne Ablenkung, ohne inneren Kommentar.
Samu wird nicht als Unterbrechung der Praxis verstanden, sondern als ihre Fortsetzung. Was sich im Zazen zeigt, wird im Tun überprüft. Wie gehe ich mit Widerstand um? Mit Müdigkeit, mit Ungeduld, mit dem Wunsch, fertig zu werden?
Im Samu gibt es nichts, woran man sich festhalten kann. Keine besondere Stimmung, kein Ziel. Nur die jeweilige Tätigkeit.
Und genau darin wird erfahrbar, was es heißt, wirklich da zu sein.
Samu lehrt Körper und Geist, sich einer Aufgabe ganz hinzugeben. Die Hände arbeiten, der Atem fließt, und nach und nach löst sich die Trennung zwischen dem, der handelt, und der Handlung selbst. Was bleibt, ist eine stille Klarheit, die sich nicht erzwingen lässt.
Arbeit
»Behandle selbst ein einzelnes Reiskorn, als wäre es dein eigenes Auge.«
—
Dōgen, Tenzo Kyōkun
Samu ist eine Form von Dana – von Geben. Während manche ihren Beitrag finanziell leisten, geschieht er hier durch das eigene Tun.
Die Arbeit wird nicht für andere gemacht, sondern aus der Gemeinschaft heraus. Dieses Dienen ist selbst Praxis.
Im Samu wird nichts berechnet und nichts erwartet. Der Beitrag geschieht ohne Rücksicht auf Anerkennung oder Gegenleistung. Wer den Boden wischt, wischt den Boden — nicht für jemanden, sondern weil es getan werden will. Diese Haltung des absichtslosen Gebens durchdringt mit der Zeit auch den Alltag jenseits der Mühle.
fester Bestandteil aller Retreats — 1 Stunde täglich
In intensiveren Formaten – wie Sesshin, auch mal länger
Zwei eigene Samu-Retreats pro Jahr
Die Tätigkeiten wechseln mit den Jahreszeiten: Im Frühjahr wird der Garten vorbereitet, im Sommer gemäht und geerntet, im Herbst Holz gemacht, im Winter das Haus instand gehalten. So bleibt das Samu lebendig und mit dem Ort verbunden. Jede Aufgabe ist gleich wichtig — es gibt keine niedere und keine höhere Arbeit.
Samu verbindet.
Mit dem Ort.
Mit der Gemeinschaft.
Und mit dem, was gerade ist.
Wer in der Mühle Samu erlebt, spürt schnell, dass diese Verbindung kein Konzept ist, sondern etwas Körperliches. Die Erde unter den Händen, das Geräusch der Säge, der Geruch von frisch geschnittenem Holz — all das bringt zurück in den Augenblick. Und in diesem Augenblick ist alles, was gebraucht wird, bereits da.
Einige Begriffe aus der Zen-Praxis – wie Zazen, Samu, Dana oder Sesshin – sind im Glossar näher erläutert.
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