Eine Praxis. Viele Formen. In der Altbäckersmühle erscheint Zen nicht nur im Sitzen. Es zeigt sich im Arbeiten, im Kochen, in unterschiedlicher Körperpraxis und im Bogenschießen. Nicht als Sammlung einzelner Angebote, sondern als verschiedene Formen einer gemeinsamen Übung.

Zen Stille, Form und Sammlung

Zen erfahren

Zen-Kitchen Kochen als Teil der Übung

Zur Klosterküche

Samu Arbeiten in Aufmerksamkeit

Samu entdecken

Waldklause am Hasenbach

Stille, Präsenz, Einkehr.

Die Altbäckersmühle, eine umgebaute ehemalige Getreidemühle, liegt etwas versteckt in einem malerischen Seitental. In der alten Backstube, wo früher einmal das tägliche Brot gebacken wurde, wird seitdem meditiert. Mehr über die Mühle →

Mühle Teich

Im Wald, am Hasenbach…

Waldeinsamkeit

Wie still ist meine kleine Hütte
ringsum so einsam, ungestört.
die Berge blau von zarten Dunst
mit Wäldern dunkel-wild.

Sie fließen mir zusammen
zu einem großen Bild,
umhüllen mich mit ihrem Schatten.

Und über meinem Haupte
nach Osten und nach West’
seh ich fern die Wolken gehen
und schlafen.

Sie decken mich mit weicher Fülle.
und sollten Menschen hier vorübergehen,
sie sähen nicht den Unbekannten
in seiner fernen Einsamkeit.

Ryōkan

UNSERE ÜBUNG

DER WEG DES ZEN

Wer das Leiden sieht,
sieht bedingtes Entstehen:
Bedingungen für Wirkungen,
Wirkungen von Bedingungen.
Wer übt, lernt, heilsame Bedingungen
von unheilsamen zu unterscheiden.
So übt sich ein Mensch in Prajñā,
in unterscheidender Weisheit.

Wer übt,
übt das Heilsame
und meidet das Unheilsame.
Zum Wohle aller Wesen
geht dieser Weg den mittleren,
den heilsamen Weg
mit Geist, Sprache und Körper,
ohne nach Gewinn zu suchen.
So übt sich ein Mensch in Sīla,
in selbstloser Sittlichkeit.

Wer übt, vergisst sich selbst,
vergisst das eigene Gehen
und wird so
zum Weg aller Wesen,
ohne einen Gedanken
daran zu verschwenden.
So übt sich ein Mensch in Samādhi,
ungetrennt vom Leiden
und doch frei davon.

Dies beschreibt den Weg, den ein Mensch, den man „Buddha“, den Erwachten, nannte, vor etwa zweieinhalb tausend Jahren seinen Mitmenschen wies. Als diese dreifache Übung, das dreifache Studium des Weges, zu einem bloßen Studium von überlieferten Texten, von Philosophie, Ordensregel und Sutren zu verkümmern drohte, verwiesen die Gründerinnen und Gründer des Zen zurück auf den alten Weg: sie lehrten das „formlose dreifache Studium“, die Schau des eigenen, ursprünglichen Wesens, dessen Wirken alle Erscheinung ist. Dieser Geistgrund ist im Ursprung des Wirkens ohne Irrtum, ohne Täuschung, ohne Verstrickung. Das sind Weisheit, Sittlichkeit und Freiheit von der Illusion eines Ich, mit denen das eigene Wesen ursprünglich ausgestattet ist. Ausdruck und das Zentrum dieser Schau, wie wir sie üben, ist Zazen, das aufrechte Sitzen. Es ist die Erfahrung dieser Übung, die uns transformiert; die so von innerer Freiheit zu äußerer Freiheit führt – bis beides ineinander aufgeht, Übung und Übende:r eins werden.

Zen-Bogenschießen

Die Kraft des Loslassens

Den Bogen zu spannen lädt neben der körperlichen Flexibilität zu spielerischer Freude und Leichtigkeit ein. Beim Bogenschießen an der Altbäckersmühle geht es nicht um das Treffen. Es geht darum, ganz eins zu werden mit dem Augenblick. Mehr zum Bogenschießen →

Speisesaal

Klosterküche

Kochen als Praxis

Diese wunderbare Umnutzung des Raumes zeigt, wie sich in der Altbäckersmühle Tradition und Moderne verbinden. In der Klosterküche wird mit Achtsamkeit zubereitet, was der Garten und die Jahreszeit hergeben. Zur Klosterküche →

Körpererfahrung

Den Körper bewohnen

Die konsequente Verbindung von geistiger und körperlicher Praxis – Yoga, Qi Gong, Bogenschiessen, Kontemplation – prägt das Leben an der Altbäckersmühle. Durch achtsame Bewegung finden wir zurück in die unmittelbare Erfahrung des Lebendig-Seins. Mehr erfahren →

Daraus entsteht etwas Gemeinsames.

TEILHABE

Teilnehmen. Tragen. Ermöglichen.

Die Altbäckersmühle lebt durch Menschen, die kommen – und durch Menschen, die tragen. Beides ist Praxis. Beides hält diesen Ort offen.

Sitzbank

Kommen

Zazen, Bogenschießen, Klosterküche, Körperarbeit – die Kurse und Retreats der Mühle stehen allen offen, die den Weg hierher finden.

Die Teilnahme an Kursen und Sesshins erfolgt ohne feste Kursgebühr. Stattdessen basiert die Praxis auf Dana – der freien Gabe.

Kurse und Termine
Brücke

Tragen

Dana ist die Praxis der Großzügigkeit im buddhistischen Kontext.
Wer an einem Kurs oder Sesshin teilnimmt, gibt Dana – für die Lehrenden, den Tenzo und die Menschen, die den Ablauf im Hintergrund ermöglichen.
Die Höhe ist frei, die Gabe selbst gehört zur Teilnahme.

Darüber hinaus gibt es zwei Wege, die Altbäckersmühle freiwillig zu unterstützen:

Dana für den Ort: Eine freie Gabe für die Mühle selbst – unabhängig von einer Teilnahme, für Erhalt, Pflege und Sanierung.

Dana über den Verein: Spende an den Verein Altbäckersmühle e.V. (optional mit Zuwendungsbestätigung).

Mehr über Dana

Ermöglichen

Wenn dir die Teilnahme im Moment nicht möglich ist, sprich uns an. Der Verein Altbäckersmühle e.V. kann in Einzelfällen unterstützen. Gemeinsam finden wir einen Weg.

Zum Verein →