Am Anfang steht der achtsame Umgang mit dem Sauerteig. Er steckt voller kleiner Lebewesen, die dafür sorgen, dass unser Brot nicht nur hervorragend schmeckt, sondern auch bekömmlich wird. Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wenn ich am nächsten Morgen den Deckel meines Sauerteig-Ansatzes lüfte, der Sauerteig hat deutlich an Volumen zugenommen. Er riecht angenehm säuerlich und bildet beim Rühren leichte Fäden.
Beim Kneten des Teiges wird man wunderbar geerdet. Der Teig sollte mit viel Gefühl behandelt werden, um die richtige Konsistenz zu erreichen. Während des Backens verströmt ein herrlicher Duft durch die alten Gemäuer der Altbäckersmmühle und erfüllt die Anwesenden mit Vorfreude auf das frische Brot.
Rezept
Einfaches Altbäckers Mühlenbrot
Ein sehr einfaches, mit wenig Aufwand herzustellendes Brot aus dem Holzbackofen.
Zutaten
1 kg Roggenvollkornmehl
600 ml Wasser (50°C)
200 g Sauerteig
20 g Salz
1 TL Brotgewürz
Optional: Sonnenblumenkerne,
Kürbiskerne, Leinsaat
Zubereitung
Mehl mit Salz und Wasser mit der Hand vermischen, Sauerteig dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Brotgewürz und Saaten nach Belieben unterarbeiten.
Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben. Mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort 8–12 Stunden gehen lassen — am besten über Nacht.
Am nächsten Morgen die Oberfläche mit Wasser bestreichen und bei 250°C in den vorgeheizten Ofen schieben. Eine Schale Wasser auf den Ofenboden stellen. Nach 15 Minuten auf 200°C reduzieren und weitere 45–50 Minuten backen, bis das Brot beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
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