Rabea ShiGen Westphal
Priesterin & Tenzo
Rabea ShiGen Westphal, geboren 1981, ist verheiratet und Mutter von zwei Söhnen. Sie arbeitet im Fairen Handel. Ihre Zen-Praxis begann lange bevor sie in die Altbäckersmühle kam. 2010 erlebte sie dort ihr erstes Sesshin. Seitdem kehrt sie immer wieder zurück. Mit den Jahren ist die Mühle für sie zu einer stillen Heimat geworden. Geprägt wurde ihr Weg von GenKi, deren Weise des Übens in ihr weiterwirkt. Heute ist sie in enger Verbindung mit Pia und HoKai Teil des lebendigen Geschehens der Mühle.
Als Tenzo steht sie in der Klosterküche und kocht für den Sangha. Und man spürt, dass es ihr entspricht. Kochen ist für sie nichts Besonderes. Es gehört einfach dazu. Auch zu Hause. Vier Menschen wollen satt werden, und es soll gut sein. Vielleicht liegt genau darin etwas Wesentliches. Im Planen, im Vorbereiten, im Abschmecken. Zur richtigen Zeit das Richtige tun. Für andere da sein, ohne viel Aufhebens.
Und doch liegt darin eine stille Freude. Für den Sangha zu kochen. Teil von etwas Gemeinsamen zu sein, das nicht viel Worte braucht. Sie arbeitet gern mit einfachen Zutaten. Sie schaut, was da ist. Gibt den Dingen Raum. Daraus entsteht Geschmack. Und manchmal auch Freude.
Beim Schneiden, Rühren und Backen sammelt sich alles. Eine ruhige Konzentration entsteht. Eine Stille, die nicht davon abhängt, ob es leise ist. Der Ofen darf piepen. Das Leben läuft weiter. Sie singt gern, lacht viel und ist gerne mit ihren Liebsten zusammen.
Was sie trägt, ist eine einfache Haltung: aus dem, was ist, etwas Gutes entstehen zu lassen. Kein großes Prinzip. Eher ein leiser Faden, der sich durch ihr Leben zieht.
„Sei frei von wählerischer Wahl.“
