KLOSTERKÜCHE — REZEPT
Eingeweichte grüne Linsen werden roh püriert, mit Semmelbröseln und Mandeln gebunden, zu Nockerln abgestochen und in Öl goldbraun ausgebacken — eine ungewöhnliche Variante der Pflanzenküche, außen knusprig, innen würzig und saftig. Dazu ein Salat aus bitterem Radicchio und Löwenzahn, mit Grapefruitfilets, Apfelspalten und einem Dressing aus Walnussöl und Apfelsüße. Ein volles Hauptgericht mit Kontrasten von warm und kalt, bitter und süß.
Zutaten Nockerl
- 300 g grüne Linsen
- 1 Bd Petersilie
- 1/2 Zwiebel
- 3 EL Semmelbrösel
- 1 EL Mandeln, gerieben
- 1 EL Zitronensaft
- 1/2 TL Koriander, gemahlen
- 1/2 Chili
- Salz
- Öl zum Ausbacken
Zutaten Salat
- 1 Radicchio
- 1/2 Löwenzahnsalat
- 1 Rote Zwiebel
- 1 Grapefruit
- 1 Apfel
- 30 ml Apfelessig
- 60 ml Walnussöl
- 1 TL Apfelsüße
- 1/2 TL Süßer Senf
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
- Die grünen Linsen am Vorabend in reichlich kaltem Wasser einweichen (mindestens doppelt so viel Wasser wie Linsen) — mindestens 8 Stunden, besser über Nacht. Das Einweichen ist hier wichtig: Die Linsen werden NICHT gekocht, sondern roh püriert und ausgebacken. Ohne Einweichen bleiben sie hart. Am nächsten Tag in ein Sieb gießen, gut abspülen und abtropfen lassen.
- Zwiebel schälen und grob hacken, Knoblauch schälen und etwas zerkleinern, Petersilie waschen, trocken schütteln, Blätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Chili längs halbieren, Kerne entfernen, waschen und klein hacken.
- Die abgetropften Linsen zusammen mit Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Chili und dem Zitronensaft in einen leistungsfähigen Standmixer oder in einen Food Processor geben und fein pürieren, bis eine einheitliche grobkörnige Masse entsteht — zwischendurch die Ränder nach innen schaben. Wenn der Mixer nicht genug Wasser zieht, 1–2 EL Wasser nachgeben. Semmelbrösel, geriebene Mandeln und gemahlenen Koriander einrühren. Mit Salz kräftig abschmecken — die Masse soll gut gewürzt sein, denn beim Ausbacken verliert sich etwas.
- Die Masse abgedeckt 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. In dieser Zeit quellen die Semmelbrösel und die Masse wird formbarer.
- Für das Dressing: Apfelessig, süßen Senf, Apfelsüße und eine Prise Salz in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren. Dann das Walnussöl in dünnem Strahl unter ständigem Schlagen einarbeiten, bis eine leicht sämige Vinaigrette entsteht — Walnussöl erst am Ende, es ist hitzeempfindlich und nicht zum Kochen.
- Radicchio und Löwenzahnsalat putzen, zerkleinern (in mundgerechte Streifen), waschen und in der Salatschleuder gründlich trocken schleudern — feuchter Salat nimmt das Dressing nicht auf. Grapefruit filetieren: Oben und unten kappen, mit einem scharfen Messer die Schale und das weiße Innere komplett abschneiden, dann die Fruchtfilets zwischen den Trennhäuten herauslösen; den austretenden Saft dabei auffangen. Apfel vierteln, Kerngehäuse entfernen und in feine Spalten schneiden. Rote Zwiebel in feine Ringe schneiden.
- Reichlich Öl in einer tiefen Pfanne oder einem kleinen Topf auf ca. 160 °C erhitzen — zur Kontrolle einen Holzstiel hineinhalten: Bilden sich kleine Blasen rundherum, ist die Temperatur richtig. Mit zwei angefeuchteten Esslöffeln Nockerl aus der Linsenmasse abstechen und vorsichtig ins heiße Fett gleiten lassen. Nicht zu viele auf einmal, sonst sinkt die Temperatur. 3–4 Minuten goldbraun ausbacken, dabei gelegentlich wenden. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
- Salat, Apfelspalten, rote Zwiebel und Grapefruitfilets in einer großen Schüssel kurz mit dem Dressing schwenken — erst kurz vor dem Servieren, sonst fällt der Salat zusammen. Auf Teller anrichten, die heißen Linsennockerl obenauf verteilen und sofort servieren, solange die Nockerl noch knusprig sind.
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Quelle: Rezept-Datenbank Altbaeckersmuehle
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