KLOSTERKUECHE — REZEPT

Apfelsuesse — Grundrezept

Aus Aepfeln und Wasser entsteht eine milde, runde Suesse — nicht aggressiv, eher warm als laut.

Aufstrich

Äpfel, Wasser und Zeit — mehr braucht es nicht. Bei langsamem Kochen geben die Früchte ihre Süße ans Wasser ab; der aufgefangene Saft wird eingedickt, bis ein milder, bernsteinfarbener Sirup entsteht. Keine Zitronensäure, kein Pektin, kein raffinierter Zucker. Diese Süße ist der stille Handwerker der Klosterküche: Sie süßt Porridge und Tees, bindet Dressings und mildert Saucen — ohne sich aufzudrängen.

Zubereitung

  1. Äpfel waschen, grob zerkleinern — in Viertel oder Achtel. Schalen und Kerngehäuse dürfen mit in den Topf: Sie enthalten Pektin und viel Aroma. Wer bittere Kerne vermeiden will, kann das Kerngehäuse herausschneiden.
  2. Äpfel in einen großen Topf geben. Wasser dazugeben — so viel, dass die Äpfel knapp bedeckt sind. Optional: eine ganze Zimtstange, eine dicke Scheibe frischer Ingwer oder ein Streifen Bio-Zitronenschale mitgeben.
  3. Langsam aufkochen. Dann bei mittlerer bis niedriger Hitze 30–40 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel vollständig weich sind und leicht auseinanderfallen. Der Deckel kann halb aufliegen.
  4. Die Masse in ein feines Sieb geben oder in ein mit einem sauberen Küchentuch ausgelegtes Sieb. Den Saft darunter in einem Topf auffangen. Nicht drücken, nicht quetschen — einfach laufen lassen, gerne 1–2 Stunden. Je weniger man drückt, desto klarer bleibt der Sirup.
  5. Den aufgefangenen Saft erneut in den Topf geben. Bei mittlerer Hitze ohne Deckel einkochen, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht — das dauert je nach Menge und Apfelsorte 20–40 Minuten. Zum Testen einen Tropfen auf einen kalten Teller geben: Er soll leicht zähflüssig sein und nicht sofort weglaufen.
  6. Heiß in saubere Gläser füllen, sofort verschließen. Im Kühlschrank hält sich die Apfelsüße mehrere Wochen. In sterilisierten Gläsern auch länger.

Wenn du drueckst, bekommst du mehr — aber nicht unbedingt das Bessere. Wenn du wartest, bekommst du weniger — aber das Klarere.

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Msp
Messerspitze ≈ 0,15 g
Prise
≈ 0,3 g
TL flach
≈ 3 g
TL gehaeuft
≈ 6 g  (2 flach = 1 gehaeuft)
EL flach
≈ 10 g
EL gehaeuft
≈ 18 g  (2 flach = 1 gehaeuft)

Bei Fluessigkeiten (Oel, Essig, Tamari …) bleibt EL/TL neutral — flach/gehaeuft hat dort keine Bedeutung.

Quelle: Rezept-Datenbank Altbaeckersmuehle

Essen & Trinken

Foto folgt